08.09.2021 4. und 5. DM-Lauf in Großheubach Bericht von Jonathan Heidel

Am 04. und 05. September´21 fanden die Läufe 4 und 5 zur Deutschen Meisterschaft in Großheubach statt.
Obwohl wir schon gefühlte 100 Mal in Großheubach zum Training waren, war es dennoch der erste Wettkampf in diesem Gelände für mich.
Nachdem ich mich die Woche über wieder auf meine 300er Maschine eingestellt hatte, freute ich mich sehr auf dieses Wettkampfwochenende.

Am Freitagabend kamen wir in Großheubach an, sodass wir gerade noch die Anmeldung schafften. Für die Technische Abnahme reichte es leider nicht mehr. So konnten wir diese erst am Samstagmorgen machen, was aber auch nicht schlimm war.

Das Gelände in Großheubach liegt in einem alten Sandsteinbruch. Deshalb gibt es dort sehr viele hohe Stufen, die eigentlich alle guten Grip haben, wenn es trocken ist. Die ersten drei Sektionen waren auf der „Nebelkappe“, ein Wald mit vielen moosbewachsenen Steinen und rutschigem Boden. An der Nebelkappe gibt es nur bei Wettkämpfen Sektionen, weshalb man hier auch nicht trainieren darf. Die Sektionen waren alle sehr technisch und mit schwierigen Stufen. Da es bei der Deutschen Meisterschaft die 90 Sekunden Regel für die Sektionen gibt und manche Sektionen dieses Mal wieder länger waren, durfte man keine Zeit zwischen den Hindernissen oder beim Versetzten verschwenden.

Der Wettkampf am Samstag startete für mich um 10:54:00 Uhr. Wie bei einer DM üblich, gab es den Modus von 10 Sektionen á 3 Runden, für die man insgesamt 5 ½ Stunden Zeit hatte. Mit jeweils zwei Einsen startete ich eigentlich gut in den Wettkampf. In Sektion 3 scheiterte ich, wie viele andere, an der großen rutschigen Doppelstufe. Danach ging es eigentlich gut weiter bis auf zwei weitere Fünfen, bei denen ich an Stufen wegrutschte und den Pfeil kaputt machte. Die erste Runde beendete ich dann mit 21 Strafpunkten. In der nächsten Runde scheiterte ich wieder an der Doppelstufe in Sektion 3, machte dafür aber im restlichen Verlauf keine Fünf mehr, sodass ich mich auf 12 Strafpunkte verbessern konnte. In der letzten Runde versuchte ich nochmal alles zu geben, weil ich sah, dass ich nah am 3. Platzierten dran war. In der dritten Runde klappte endlich die Doppelstufe in der 3. Sektion. Ich machte nur in Sektion 5 eine Fünf, weil ich einen Pfeil wegfuhr. Danach konnte ich aber alle Sektionen mit 0 Punkten durchfahren. Vor der letzten Sektion merkte ich schon was los war. Viele schauten gespannt auf mich. Als ich die Sektion dann mit O beendete, sagte mein Minder Andy mir, dass wir es mit 2 Punkten Vorsprung auf den 3. Platz geschafft hatten. Ich freute mich sehr darüber, dass ich mein erstes Podium in der Klasse 1 in meinem ersten Jahr erreicht hatte.

Am Sonntag ging es für mich um 09:53.00 Uhr in die 10 Sektionen á 3 Runden. Die Sektionen wurden zum Teil umgebaut bzw. lagen an anderen Plätzen. Ich kam nicht ganz so gut in den Wettkampf bei den ersten 3 Sektionen auf der Nebelkappe. Ich machte einzelne unnötige Füße, was auch im weiteren Verlauf der Runde blieb. Die erste Runde beendete ich dann mit 19 Fehlerpunkten. In der zweiten Runde wurde es dann schon wieder besser und ich kam auf 13 Punkte. Die letzte Runde lief bis zur Sektion 8 sehr gut für mich. Ich schaffte den schwierigen Teil der Sektion ohne Probleme und machte dann an der „leichteren“ Vierfachstufe am Ausgang eine Fünf. Ich weiß nicht warum, aber wahrscheinlich unterschätzte ich sie einfach. In der letzten Runde kam ich dann auf 9 Strafpunkte und kam somit mit 41 Gesamtpunkten auf den 6. Platz. Ohne meinen Fehler wäre wieder alles drin gewesen, denn der 4. Platzierte hatte 39 Punkte, der 5. Platzierte 40 Punkte und dann ich mit 41 Punkten. Über das Ergebnis war ich natürlich etwas enttäuscht.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit dem Wochenende und auch sehr glücklich, dass ich es gleich beim 4. Lauf auf das Podium geschafft habe. Vielen Dank an meinen Minder Andy, der mich mal wieder super begleitet hat. Bevor am ersten Oktoberwochenende das DM-Finale in Neunkirchen stattfindet, werde ich noch an einzelnen regionalen Läufen teilnehmen, um im Wettkampfrhythmus zu bleiben.

Amtzell, den 7. September 2021