23.06.2022 Auftakt zur diesjährigen Weltmeisterschaft für Jonathan Heidel 1. und 2. WM-Lauf in Spanien

Der Auftakt zur diesjährigen Weltmeisterschaft fand am 10.-12.06.2022 in L`Hospitalet de l´Infant in Spanien statt.
Die Woche über waren wir schon in Spanien zum Trainieren, deshalb war die Anreise für uns am Donnerstagabend nicht mehr ganz so lange. Die Stadt ist in der Nähe von Tarragona und sie liegt direkt am Meer.

Am Freitagmorgen um 8:30 Uhr machte das Fahrerlager auf und wir konnten, als wir einen Platz hatten, alles aufbauen und uns für das Wettkampfwochenende einstellen. Danach bekamen wir endlich unsere neuen Klamotten und wir hatten ein Fotoshooting mit dem ganzen Team am Strand.

Am Freitagmorgen um 8:30 Uhr machte das Fahrerlager auf und wir konnten, als wir einen Platz hatten, alles aufbauen und uns für das Wettkampfwochenende einstellen. Danach bekamen wir endlich unsere neuen Klamotten und wir hatten ein Fotoshooting mit dem ganzen Team am Strand.

Ab 13 Uhr durften wir dann zum Training. Das Trainingsgelände war sehr klein und zudem einiges weiter außerhalb der Stadt unter einer Autobahnbrücke in einem ausgetrockneten Bachbett.

Nach einer kurzen Pause ging es dann um 15 Uhr weiter mit der Sektionsbesichtigung. Es gab 12 Sektionen, die man an beiden Wettkampftagen jeweils zwei Mal durchfahren musste. Allein schon für die 12km lange Rundstrecke benötigte man in etwa eine halbe Stunde.

Die Sektion 1 war direkt in der Stadt auf einem Kiesplatz mit Steinen und Baumstämmen am Start / Ziel Bereich. Zu den nächsten Sektionen ging es dann aus der Stadt raus in ein ausgetrocknetes Bachbett. In diesem waren auch dann die restlichen Sektionen gebaut. Die Sektionen bestanden deshalb eigentlich auch nur aus Steinen und Felsen, die manchmal sehr griffig, aber manchmal auch sehr rutschig waren. Es gab viele hohe Stufen und steile Auffahrten. Wie erwartet sahen die Sektionen sehr schwer aus, aber durchaus fahrbar. Nachdem wir mit der Sektionsbesichtigung fertig waren, machten wir die Motorräder bereit für den Wettkampf.
Abends gab es noch eine Parade mit allen Fahren auf ihrer Motorrädern und einer Trommlergruppe durch die Stadt mit anschließendem Gruppefoto und der Fahrerbesprechung. Das war ein Erlebnis, welches ich so noch nie hatte.

Am Samstag startete ich um 10:15 Uhr in den ersten Wettkampftag.
In der ersten Sektion fuhr ich mit einer Null direkt perfekt in den Wettkampf. Auch die zweite Sektion, die erste im riesigen Bachbett, schaffte ich wieder mit einer Null. Im weiteren Verlauf der Runde lief es eigentlich bis auf paar einzelne Sachen ganz gut. Ich kam sogar durch die Sektion 10 durch, welche aus zwei riesigen Stufen bestand und die viele Fahrer nicht geschafft hatten.

Wie auch bei der Europameisterschaft gibt es bei der Weltmeisterschaft auch die Non-Stop Regelung. Das bedeutet, dass das Motorrad immer in Bewegung sein muss. Bei einem Stillstand gibt es 5 Strafpunkte. Für die Punkterichter ist das natürlich schwierig zu bewerten und oft sind sich auch die Punkterichter untereinander, da es ja an einer Sektion immer mehrere gibt, nicht einig. Hier in Spanien war das öfters der Fall, denn bei manchen Fahrer gab es schneller eine Fünf, wenn sie standen, bei manchen warteten die Punkterichter länger.
In der letzten Sektion hatte ich noch einen Sturz an einer Doppelstufe, bei dem ich meine Bremsscheibe verbogen hatte.

Für die erste Runde gibt es bei der WM ein Zeitlimit von 2 ½ Stunden. Die Zeit wurde zum Glück an der letzten Sektion genommen, denn man fuhr fast 20 Minuten zurück ins Fahrerlager. Als wir ankamen reparierte mein Minder Andy das Vorderrad und die Bremse.

Bei der WM gibt es wieder eine Startzeit für die zweite Runde. Das verhindert Stau an den Sektionen, denn wenn jeder wieder im 1 ½ Minutentakt startet, verteilt sich das ganz gut.

Um 13:30 Uhr startete ich dann in die zweite Runde. In Sektion 1 fuhr ich wieder eine Null. In Sektion 2 bekam ich dann eine Non-Stop Fünf, die unserer Meinung nach nicht ganz verdient war. Da es auch um die 35 Grad hatte, machte die Hitze zwischenzeitlich allen zu schaffen. Körperlich ging es mir eigentlich noch ganz gut, aber im Kopf war ich nicht mehr so fit, weshalb die zweite Runde nicht mehr ganz so gut lief. Von 39 Punkten in der ersten Runde verschlechterte ich mich auf 46 Punkte in der zweiten Runde.
In meinem ersten Trial 2 Wettkampf landete ich dann auf dem 32. Platz von 38 Startern.

Am Sonntag startete der Wettkampf für mich um 10:10 Uhr. Mit drei Nullen in den ersten drei Sektionen startete ich sehr gut in den Tag. Auch im weiteren Verlauf der Runde ging es gut weiter, sodass ich die erste Runde mit 30 Strafpunkten beendete. In der Zwischenwertung lag ich auf Rang 19 und hatte somit viele Fahrer, die nichts anderes außer Trial fahren machen, hinter mir gelassen. Die zweite Runde fing in der ersten Sektion mit einer 5 nicht ganz so gut an. Sektion 2 und 3 waren dann wieder top. Danach wurde es leider wieder schlechter. Ich fand meinen Rhythmus nicht mehr und steigerte mich immer weiter hinein, sodass nicht mehr ganz so viel klappte. Mit 49 Strafpunkten war die Runde dann einiges schlechter, als die erste Runde. Mit insgesamt 79 Strafpunkten landete ich auf dem 27. Platz von 37 Fahrern, punktegleich mit dem 26. und 25. Da bei Punktgleichheit aber der, mit der schnelleren Fahrzeit vorne ist wurde ich leider 27.

Das Ergebnis der ersten Runde zeigt mir aber trotzdem, dass ich hier richtig bin und dass ich das Zeug dazu habe eine bessere Platzierung zu erreichen. Die Klasse ist von den Punkten einfach so eng, da jeder fahren kann und es um jeden Fuß geht. Obwohl das Wochenende nicht ganz so lief wie ich es gehofft hatte, bin ich trotzdem zufrieden, denn ich konnte vor allem am Sonntag namhafte Fahrer und Profis hinter mir lassen.

Ich freue mich auf die Läufe 3 und 4, bin voll motiviert und ich werde kommendes Wochenende in Andorra wieder alles geben um eine gute Platzierung zu erreichen.

Andorra, den 16. Juni 2022
Gruß Joni